Fachhochschule oder Uni – eine wichtige Entscheidung

Das Studium bietet in der Regel eine sehr gute Basis fürs Berufsleben. Nun steht nur die Entscheidung im Raum, ob sich ein Schüler für die Uni oder die Fachhochschule entschließt.

Das Studium bietet in der Regel eine sehr gute Basis fürs Berufsleben. Nun steht nur die Entscheidung im Raum, ob sich ein Schüler für die Uni oder die Fachhochschule entschließt.

Infos zur Hochschule

Unter den Begriff „Hochschule“  fallen bei uns alle tertiären Bildungseinrichtungen. Es gibt grundsätzlich drei Bildungsabschnitte im Leben eines Schülers. Der erste ist die Grundschulzeit, danach kommt der Besuch der weiterführenden Schule und als Drittes die Hochschule. Die Hochschulausbildung ist das Tor zu besseren Positionen im Beruf. Eine Form der Hochschule ist die Universität. Hier handelt es sich um eine wissenschaftliche Hochschule. Im Namen kann man oft die Spezialisierung der Uni erkennen. Es gibt z.B. technische, künstlerische oder medizinische Universitäten.

Die Universität

Schuljahre gehören der Vergangenheit an, wenn das Studium beginnt. Das Jahr wird in das Winter- und das Sommersemester unterteilt.  Das Wintersemester fängt im Oktober an, das Sommersemester im April. Studienanfänger können demnach zweimal jährlich ins Studium einsteigen. Die Semesterferien liegen zwischen diesen Semestern. In dieser Zeit finden keine Vorlesungen statt. Studenten nutzen diese Zeit gern, um sich weiter in den Lernstoff zu vertiefen. Es ist üblich, dass jeweils zum Semesterende Prüfungen stattfinden.

Studenten unterliegen nicht in allen Studiengängen einer Anwesenheitspflicht. Moderne digitale Medien werden zur Vermittlung von Lerninhalten und zur Kommunikation zwischen Professoren und Studenten genutzt. Dies eignet sich hervorragend, um verpasste Vorlesungen nachzuarbeiten. Allerdings gibt es auf Grund der hohen Studentenzahlen nicht die Möglichkeit, regelmäßig persönlichen Kontakt mit den Lehrpersonen zu pflegen.

Universitäten sind vom Lernkonzept her wissenschaftlich aufgebaut. Die Studenten können zu Beginn des Studiums einige Inhalte selbst koordinieren. So kann das Studium auf die persönlichen Interessen des Studenten angepasst werden.

Die Studiendauer

Die Dauer eine Bachelorstudiums beträgt normalerweise drei  bis vier Jahre. Studenten müssen in dieser Zeit Creditpoints sammeln, die notwendig sind, um später das Studium abzuschließen. Die Zulassung zur Bachelorarbeit erfordert eine gewisse Punktzahl. Die Punktzahl ist gut zu erreichen, wenn der Student alle vorgeschriebenen Kurse besucht und abgeschlossen hat. Der Student muss die Kurse bestehen, die Benotung spielt keine Rolle.

Nach dem Bachelor kann der Student ein Masterstudium anstreben oder alternativ ein weiteres Bachelorstudium absolvieren. In manchen Universitäten gibt es sehr strenge Regeln bzgl. der Regelstudienzeit. Es kommt zur Exmatrikulation, wenn die vorgegebenen Kurse nicht in erfolgreich absolviert wurden. Über diese Regelungen sollten sich angehende Studenten im Vorfeld erkundigen.

Die Wahl des Studienfaches

Die Auswahl der Studienfächer ist unglaublich groß und vielseitig. Das Medizinstudium wird von vielen jungen Menschen angestrebt. Auch Germanistik erfreut sich großer Beliebtheit. Dieses Fach ist häufig die Vorbereitung auf ein Lehramtsstudium.  Die Vielfalt der Möglichkeiten bietet jedem Studenten eine passende Ausbildung.

Qualifizierung für die Universität

Zur Qualifikation ist eine allgemeine Hochschulreife erforderlich. Auch eine fachgebundene Hochschulreife – nicht zu verwechseln mit der Fachhochschulreife – ist geeignet. Es kommen noch verschiedene andere Anforderungen ins Spiel, z.B. Zulassungstests oder der Numerus Clausus.

Der Besuch der Fachhochschule

Der Unterricht an der Fachhochschule ähnelt mehr dem bekannten Schulalltag. Es geht weniger theoretisch zu, als an Universitäten. Die Uni bietet allerdings mehr Flexibilität und Individualität. Die Fachhochschule gibt eher starre Stundenpläne vor, mit nur wenigen Wahlmöglichkeiten.

An der Fachhochschule gibt es ebenso Semester und auch das System der Creditpoints. Der Schwerpunkt liegt aber mehr im praktischen Bereich. Das Studium an der FH kann länger dauern, da oft Praxissemester in Betrieben eingefügt werden.

Für die Zulassung zur Bachelorarbeit müssen auch hier die vorgegeben Creditpoints erreicht werden.

Angebot der Fachhochschule

Die Studiengänge an Fachhochschulen sind bereichsspezifisch. Der Studiengang sollte die Interessen des Studenten vereinen. Das Angebot einer FH ist ebenfalls abwechslungsreich. Zwischen Grafikdesign, Archäologie, Sprachen und Informatik gibt es viele Wahlmöglichkeiten für jeden Geschmack.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Es gibt drei Qualifikationen, mit denen ein Studium an der FH begonnen werden kann. Die allgemeine Hochschulreife eignet sich ebenso wie die Fachhochschulreife oder die fachgebundene Hochschulreife. Unter bestimmten Voraussetzungen ist sogar ein Studium ohne Abi möglich. Dies ist von den Bestimmungen der verschiedenen Bundesländer abhängig. Möchte jemand in Hamburg an der FH studieren, ist z.B. einen 3-jährige Berufsausbildung zuzüglich einer 3-jährigen Berufspraxis ausreichend. Meister und Fachwirte können ebenfalls an der Fachhochschule studieren. Berlin lässt z.B. auch Studenten zu, die hochqualifizierte Fortbildungsabschlüsse vorweisen können.

Fazit:

Das Studium kann auf verschiedenen Wegen in Angriff genommen werden. Wichtig ist, dass die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind und das Studienfach dem jungen Menschen zusagt. Es liegt schließlich ein langer Weg ins Berufsleben vor ihm.