Selbstwirksame Nachhilfe

Der Alltag vieler Schüler und Schülerinnen ist geprägt von Misserfolgen, der Angst vor der nächsten Mathearbeit, dem Erwartungsdruck von außen und vielem mehr. Muss das wirklich sein? Wieso kann in Schülern und Schülerinnen nicht die Gewissheit wohnen, dass sie neue und teilweise schwierige Aufgaben mit Hilfe ihrer Kompetenzen meistern können? Was sind überhaupt Kompetenzen? Wie können sie (weiter)entwickelt werden und was hat das alles mit Selbstwirksamkeit zutun? Auf diese Fragen möchte ich im Folgenden eingehen. 

Der Alltag eines Schülers bzw. einer Schülerin sollte mit Erfolgserlebnissen, positiven Rückmeldungen, verbalen Ermutigungen, emotionalen Erregungen und der Identifikation mit Vorbildern geschmückt sein. Diese fünf Aspekte stellen die wichtigsten Elemente im Konstrukt der Selbstwirksamkeit dar – ein theoretisches Konzept, welches das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und vor allem Kompetenzen stärkt, auch schwierige Handlungen in Gang zu bringen und zu Ende zu führen. An dieser Stelle sei noch auf den Unterschied zwischen Fähigkeiten und Kompetenzen hingewiesen. Während erstere in uns angelegt sind und gern auch als Talente bezeichnet werden, sind Kompetenzen nicht kognitiv bzw. theoretisch greifbar, sondern stellen das dar, was in der Praxis angewendet und für andere sichtbar wird. 

Allein der Glaube in unsere eigenen Kompetenzen kann ausschlaggebend sein, um den positiven Erfahrungsschatz in Bezug auf die Schule und das Alltägliche zu erweitern. Wie kann dieser Glaube in sich selbst aber freigesetzt werden? Wie kann dementsprechend Selbstwirksamkeit gefördert werden und sich entwickeln? Wie können es Schüler und Schülerinnen schaffen, Vertrauen in sich selbst zu gewinnen? Der Ansatz der Selbstwirksamkeit liefert dafür unterschiedliche Vorgehensweisen. Zunächst ist es wichtig, sich Nahziele zu stecken, kleine und vor allem realistische Stufen, die uns dem Hauptziel ein Stückchen näher bringen und es Geduld kostet. Kleine Erfolge und vor allem das Hinweisen darauf ist von besonderer Bedeutung. Während der Nachhilfe konnte schon sehr oft beobachtet werden, dass den Kindern bzw. Jugendlichen gar nicht bewusst war, dass sie einen wichtigen Teilschritt geschafft haben. Auf eine bewältigte Herausforderung können weitere folgen. Für einen Nachhilfelehrer ist die dadurch aufkommende Freude und Motivation des Schülers der größte Lohn. 

Sobald sich die Erfolgserlebnisse anhäufen, steigt vermehrt die Lernmotivation, das Selbstbewusstsein und die Leistung, sodass sich ein Selbstwirksamkeitsmechanismus einstellt, der sich in einer Aufwärtsspirale von Emotionen niederschlagen und in weitere Lebensbereiche ausweiten kann. 

Bildung hört nie auf, jeder von uns lernt sein ganzes Leben lang und vor allem Schülerinnen und Schüler werden in naher Zukunft immer wieder mit Lehr-Lern-Arrangements in Kontakt kommen. Daher gilt es, den Chancen und Möglichkeiten in der Gesellschaft nachzugehen, sich immer wieder neues Wissen anzueignen, mit eigenen subjektiven Einstellungen sogar Spaß am Lernen zu finden und Misserfolgen und Lernwiderständen keine Chance zu lassen. “Und auch wenn andere an meinen Fähigkeiten zweifeln, bin ich mir sicher, dass ich gute Leistungen erbringen kann.”

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Nachhilfe Christian Klee Geschäftsführer

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2019-12-04T06:45:19+00:00