Freiwilliges soziales Jahr

Nach der Schulzeit gehen die Schüler unterschiedliche Wege. Während ein Teil in die betriebliche Ausbildung geht, beginnen andere ein Studium. Eine weitere gute Variante ist das freiwillige soziale Jahr, auch FSJ genannt. Diese absolvieren die meisten jungen Leute in Deutschland, wobei es auch sehr gute Möglichkeiten im Ausland gibt.

Welche Tätigkeitsbereiche gibt es?

Während des FSJ sollen sich junge Menschen sozial engagieren. In den Bereichen Alten- oder Krankenpflege werden z.B. viele FSJler eingesetzt. Im Ausland bieten sich Projekte wie Brunnenbau auf dem afrikanischen Kontinent, Betreuung von Waisen oder Behinderten in den USA oder Asien an.

Die Dauer des FSJ

Wie der Name schon sagt, geht das freiwillige soziale Jahr über 12 Monate. Es ist allerdings möglich, dieses in Einzelfällen auf 18 Monate zu verlängern oder auf 6 Monate zu verkürzen.

Wie sieht es finanziell aus?

Innerhalb Deutschlands wird ein freiwilliges soziales Jahr staatliche gefördert. Bei Auslandsprojekten ist die Situation anders. Es ist eher nicht üblich, dass Reisekosten, Gebühren für Visa oder anderweitige Kosten übernommen werden. Es hängt vom zuständigen Förderverein ab, inwieweit eine finanzielle Unterstützung gewährt wird.

Träger des FSJ

Für ein FSJ im Ausland gilt die UNESCO-Kommission als Träger. Die Freiwilligen werden in unterschiedlicher Weise unterstützt. Von Versicherungsbeiträgen über Lebenshaltungskosten bis hin zu Zuschüssen für Sprachkurse oder Reisekosten ist Unterstützung möglich. 

Besondere Unterstützung bietet das UNESCO-Projekt „kulturweit“. Dieses Projekt wird zusätzlich durch das Auswärtige Amt gestärkt. Im Internet auf der Seite der UNESCO finden Jugendliche viele FSJ-Angebote, für die sie sich bewerben können. Das Alter von 26 Jahren darf aber nicht überschritten sein. Außerdem muss es das erste FSJ-Projekt des Bewerbers sein.

Was ist der Bundesfreiwilligendienst?

Der Bundesfreiwilligendienst setzt sich für das Allgemeinwohl ein und zwar außerhalb der Bereich Schule und Beruf. Einsatzbereiche sind hier Sport, Kultur, mitmenschliche Projekte und ökologische Einsätze. Besondere Beachtung findet der Katastrophen-, Integrations- und Zivilschutz.

Für den BFD gibt es kein Höchstalter und man kann ihn alle fünf Jahre wiederholen. Der Einsatz ist nur innerhalb Deutschlands und es gibt eine kleine finanzielle Unterstützung in Form von Taschengeld. Den Ursprung hat der BFD in der Zeit, als die Wehrpflicht noch bestand und zwar als Ersatzdienst. Dies ist aber mit Aufhebung der Wehrpflicht hinfällig geworden.

Der Jugendfreiwilligendienst im internationalen Bereich

Das Bundesfamilienministerium bietet den IJFD an, einen neuartigen Auslandsfreiwilligendienst. In diesem Rahmen können junge Menschen ein FSJ im Ausland absolvieren. Der Einsatz erfolgt in ökologischen und sozialen Bereichen oder in der Versöhnungs- oder Friedensarbeit.

Selbstverständlich kommen auch andere Träger für ein IFSJ in Frage, allerdings ist hier die staatliche Förderung nicht immer gegeben. Durch diese wird zumindest ein Teil der anfallenden Kosten gedeckt.

Fazit:

Für junge Menschen mit sozialem und kulturellem Interesse sowie einer Neigung zu Sprachen, ist ein FSJ im Ausland ein wunderbare Gelegenheit, sich sozial zu engagieren und mehr Selbständigkeit zu erlangen.

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2019-11-01T08:18:39+00:00