Ausbildungsformen

Die Wahl der Ausbildungsform ist keine leichte Sache. Es hilft aber ungemein, wenn sich der Schüler vorab mit Informationen versorgt. Es ist nicht jede Ausbildung gleich und nicht jede Ausbildungsform passt du jedem Naturell. Der Weg in die Zukunft sollte also gut vorbereitet sein.

Die Schule ist geschafft und nun gilt es, den nächsten Lebensabschnitt zu planen. Wie der weitere Werdegang aussieht, entscheidet der Schüler selbst.

Die Wahl der Ausbildungsform ist keine leichte Sache. Es hilft aber ungemein, wenn sich der Schüler vorab mit Informationen versorgt. Es ist nicht jede Ausbildung gleich und nicht jede Ausbildungsform passt du jedem Naturell. Der Weg in die Zukunft sollte also gut vorbereitet sein.

Die schulische Ausbildung

Die schulische Ausbildung ist von Schulalltag geprägt. Wir können einige markante Eckdaten zusammenfassen. So ist schnell ersichtlich, ob diese Ausbildungsform für den Schüler passend ist.

  • Die Gemeinschaft der Klasse ist ein wichtiger Aspekt bei der schulischen Ausbildung. Gemeinschaft und sozialer Zusammenhalt stehen im Vordergrund.

  • Für den Besuch der Berufsfachschule müssen keine überdurchschnittlichen Vorleistungen vorhanden sein. Die Anforderung sind relativ gering.

  • Wird nach diesem schulischen Abschluss eine Betriebliche Ausbildung angestrebt, ist dieser eine gute Referenz und wird im Lebenslauf gern gesehen.

  • Die schulische Ausbildungsform bietet den großen Vorteil, dass der Schüler seinen eigenen Schulungsbereich auswählen kann. Streng vorgegebene Lehrpläne gibt es in diesem Sinne nicht mehr. Außerdem bleibt das gute Gefühl der vergangen Schulzeit, da immer noch im Klassenverband unterrichtet wird.

  • Eine Vergütung gibt es für die schulische Ausbildung nicht. Aber der Schüler gewinnt Pluspunkte für den weiteren beruflichen Werdegang.

  • Die schulische Ausbildung bekommt manchmal nicht so viel Anerkennung, weil es den Absolventen an praktischer Erfahrung fehlt.

Die betriebliche Ausbildung

Wer richtig Lust hat, sich nach der Schule ins Berufsleben zu stürzen, ist mit der betrieblichen Ausbildung gut beraten. Der Auszubildende wird zum Großteil im Ausbildungsbetrieb geschult. Hier Informationen zu dieser Ausbildungsform:

  • Die betriebliche Ausbildung splittet sich in eine praktische Ausbildung im Betrieb und einer theoretischen Ausbildung in der Berufsschule. Das Ganze ist also recht abwechslungsreich.

  • Für die berufliche Ausbildung gibt es eine Vergütung. Das heißt im Klartext, dass der Azubi jetzt für seine Leistung bezahlt wird. Je weiter die Ausbildung voranschreitet, desto höher ist die Bezahlung.

  • Für diese Ausbildungsform ist oftmals ein geringerer Schulabschluss ausreichend.

  • Die 3-jährige Ausbildung wird in der Regel als praktische Erfahrung angerechnet. Dies wirkt sich dann beim Einstieg ins „richtige“ Berufsleben positiv aus.

  • Die betriebliche Ausbildung vermittelt schon einiges an Selbständigkeit. Azubis müssen unter Einhaltung der Rahmenbedingungen recht eigenverantwortlich arbeiten.

  • Die freien Nachmittage gehören bei dieser Ausbildungsform der Vergangenheit an. Die Ausbildung wird in Vollzeit durchgeführt, d.h. in der Regel handelt es sich um eine 40-Stunden-Woche.

  • Entscheidet sich ein Schüler für einen Ausbildungsbetrieb, legt er sich sehr fest. Betriebe haben sich in vielen Fällen spezialisiert und die Ausbildung bezieht sich dann ebenfalls auf diese Spezialisierung. Die berufliche Richtung ist also festgelegt.

Die Sonderausbildung

Die Sonderausbildung bietet viel Abwechslung, ist aber nur Schülern mit Abitur vorbehalten. Hier die Fakten zur Sonderausbildung:

  • Theorie und Praxis wechseln sich in dieser Ausbildungsform ab. Abwechslung wird also großgeschrieben.

  • Sowohl in der neuen „Schule“, wie auch im praktischen Betrieb treffen die Auszubildenden neue Leute. Es ist ein spannende Zeit des Umbruchs.

  • Die Sonderausbildung wird üblicherweise vergütet. Dies ist ein weiterer Pluspunkt für den Azubi.

  • Bieten Betriebe eine Sonderausbildung an, haben sie recht freie Hand bei der Gestaltung. Das heißt im Klartext, dass die Ausbildung relativ individuell angepasst werden kann.

  • Das Wichtigste ist aber, dass der Schüler über einen Hochschulabschluss verfügen muss. Er sollte also Abitur, Fachabitur oder eine fachgebundene Hochschulreife vorweisen können.

Bespiele für die unterschiedlichen Ausbildungsformen

Zur schulischen Ausbildung gehört z.B. der Beruf des Übersetzers oder Dolmetschers. Nach der 3-jährigen Ausbildung wird eine staatliche Prüfung absolviert.

Als betriebliche Ausbildung ist z.B. der Beruf des Polizisten zu nennen. Die Ausbildung dauert zwischen zwei und drei Jahren, wird vergütet und mit einer Abschlussprüfung abgeschlossen. Die Prüfung teilt sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil.

Der Beruf des Fluglotsen ist ein Beispiel für eine Sonderausbildung. Diese Ausbildung ist ausgesprochen kurz, nämlich 12-14 Monate. Voraussetzung ist – wie erwähnt – ein Hochschulabschluss. Eine Ausbildungsvergütung gibt es hier ebenfalls.

Fazit:

Für welche Ausbildungsform sich der Schüler letztendlich entscheidet, liegt an seinen Wünschen und Neigungen. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile sollte diese wichtige Entscheidung aber gut zu treffen sein.